Die Tür
knarrte einen
Tag lang.
Michael Jackson · Thriller · 1982
Erst hieß er Starlight
Los Angeles, 1982, Westlake Studios. Produzent: Quincy Jones. Engineer: Bruce Swedien. Der Song kommt von Rod Temperton.
Sein Arbeitstitel war „Starlight". Erst später wurde daraus „Thriller".
Horror ohne Sample-Library
Ein Horror-Song braucht Horror-Geräusche. Eine Tür, die knarrt. Schritte. Ein Wolf.
Sample-Libraries wie heute gab es nicht. Alles musste echt aufgenommen werden.
Die Tür
Swedien lieh sich Türen aus dem Fundus der Universal Studios. Einen ganzen Tag lang hörte er Türen an.
Das Mikro stand direkt am Scharnier. So nah, dass man das Metall hört.
Das Heulen
Für das Wolfsgeheul sollte Jacksons Hund Max in einer Scheune heulen. Max heulte nicht.
Also heulte Michael selbst. Das Geheul im Song ist er.
Die Stimme
Vincent Price, die Horror-Stimme Hollywoods, sprach den Monolog am Ende. Zwei Takes, fertig.
Quincy Jones nannte die Takes „fabulous". Den Text hatte Temperton kurz vorher geschrieben.
Man hört, dass es echt ist
Kein Effekt aus der Dose. Jede Tür, jeder Schritt, jedes Heulen ist echt aufgenommen.
Das hört man. Auch wenn man nicht weiß, warum.
- Foley & Sound Effects
- Geräusche, die für eine Aufnahme extra erzeugt werden: eine Tür, Schritte, ein Heulen. Echt aufgenommen klingen sie fast immer besser als aus der Sample-Library.
- Vocal-Recording
- Aufnahme der Stimme: Mikrofonwahl, Abstand, Pegel, Raum. Die meisten Vocal-Probleme im Mix entstehen schon hier.
Sounds,
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- Sound Design & Sample-Recording
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