Kompression
macht nichts
lauter.
Kompression verstehen · Teil 1 von 3
Worum es geht
Der Kompressor ist das Werkzeug, das fast jeder benutzt und fast keiner erklären kann. Deshalb in drei Teilen: Was er tut (heute), die vier Regler, wo er hingehört.
Die Grundlage
Ein Kompressor macht laute Stellen leiser. Mehr nicht. Alles oberhalb einer Schwelle, dem Threshold, wird abgesenkt. Was darunter liegt, bleibt, wie es ist.
Warum es trotzdem lauter wirkt
Sind die Spitzen gedrückt, kannst du die ganze Spur anheben, ohne dass sie clippt. Das ist das Makeup Gain.
Die leisen Stellen kommen hoch, die lauten bleiben, wo sie waren. Klingt lauter, dichter, näher. Ist aber nur eins: gleichmäßiger.
So sieht das aus
Drei Zeichen
- Vocals stehen plötzlich stabil im Mix, jedes Wort gleich präsent
- Drums werden punchiger oder matschiger, je nach Attack (dazu Teil 2)
- Alles pumpt: zu viel des Guten, der Kompressor atmet hörbar mit
Der Denkfehler
Die meisten greifen zum Kompressor, weil etwas fetter klingen soll. Dabei ist er ein Werkzeug für Kontrolle, nicht für Lautstärke. Wer das verstanden hat, dreht ihn plötzlich viel vorsichtiger.
Das war Teil 1
Im nächsten Teil: die vier Regler. Threshold, Ratio, Attack, Release, und was jeder davon wirklich macht.
- Kompression
- Ein Kompressor macht laute Stellen leiser und holt die leisen damit näher ran: weniger Dynamik, mehr Dichte. Vier Regler steuern alles: Threshold, Ratio, Attack, Release.
- Threshold
- Der Pegel, ab dem der Kompressor eingreift. Alles darunter bleibt, wie es ist; alles darüber wird nach dem Ratio-Verhältnis abgeschwächt.
Kompression verstehen, nicht raten.
In Teil 2 geht es um die vier Regler. Wenn du es lieber am eigenen Track lernst: Das machen wir bei uns, Regler für Regler.
- Einzelunterricht Mixing am eigenen Projekt
- Teil 2 kommt am Mi 28.10. — folg uns
- Alle Teile: redhill54.com/wissen







