REDHILL54
Wissen · Register

Von A bis Z.

30 Begriffe, jeder in zwei Sätzen erklärt. Dahinter die Beiträge, die ihn benutzen.

A

Abhöre Mixing · 1
Das, worüber du hörst: Monitore, Kopfhörer, Auto, Handy. Jede Abhöre lügt anders, deshalb prüft man einen Mix auf mehreren und mischt nicht nur auf Kopfhörern.
Attack & Release Mixing · 1
Attack ist die Zeit, bis der Kompressor voll greift, Release die Zeit, bis er wieder loslässt. Langsamer Attack lässt Transienten durch und macht den Sound punchy, kurzer Attack bügelt sie weg.
Aufnahmepegel Recording · 1
Wie laut aufgenommen wird. Digital gibt es keinen Grund, an die Decke zu gehen: Peaks um minus 12 dBFS lassen Luft, und nichts clippt.

C

CD Studio & Technik · 1
Die Compact Disc, 1982, 16 Bit, 44,1 kHz. 74 Minuten lang, weil Beethovens Neunte draufpassen sollte, sagt die Legende. Die Wahrheit ist technischer.

D

Drum-Machine Sound Design · 1
Eine Maschine, die Rhythmen erzeugt, analog oder aus Samples. Linn, 808, 909: Jede prägte ein Jahrzehnt.
Drum-Recording Recording · 2
Schlagzeug aufnehmen heißt: viele Mikros, Phase im Griff, Raum als Instrument. Von John Bonhams Treppenhaus bis zum Gated Reverb der 80er.

E

EQ Mixing · 1
Der Equalizer hebt Frequenzbereiche an oder senkt sie ab. Im Mix geht es damit weniger um „schöner" als um Platz: Jedes Instrument bekommt seinen Bereich.

F

Foley & Sound Effects Sound Design · 1
Geräusche, die für eine Aufnahme extra erzeugt werden: eine Tür, Schritte, ein Heulen. Echt aufgenommen klingen sie fast immer besser als aus der Sample-Library.

G

Gain Staging & Clip Gain Mixing · 2
Die Pegel an jeder Stelle der Kette sauber halten, bevor Effekte kommen. Clip Gain gleicht einzelne Stellen direkt am Audio-Clip an, damit der Kompressor danach gleichmäßiger arbeitet.
Gated Reverb Mixing · 1
Ein riesiger Hall, der von einem Gate hart abgeschnitten wird: erst Explosion, dann Stille. Der Drum-Sound der 80er, entstanden aus einem Zufall mit einem Talkback-Mikrofon.

H

Headroom & Clipping Mixing · 1
Headroom ist der Abstand zwischen deinem Pegel und 0 dBFS, der digitalen Decke. Darüber wird abgeschnitten: Clipping. Was einmal geclippt ist, rettet kein Plugin mehr.

K

Kompression Mixing · 3
Ein Kompressor macht laute Stellen leiser und holt die leisen damit näher ran: weniger Dynamik, mehr Dichte. Vier Regler steuern alles: Threshold, Ratio, Attack, Release.

L

Lautheit Mastering · 1
Wie laut etwas empfunden wird, nicht wie hoch der Peak ist. Gemessen in LUFS. Lauter klingt im Vergleich immer besser, deshalb muss ein Referenztrack gleich laut sein, sonst lügt er.
Low Cut Mixing · 1
Ein Hochpassfilter, das alles unterhalb einer Frequenz wegnimmt, oft um 80 Hz. Auf allem, was keinen Bass liefern soll, räumt er den Tiefbass frei, damit Kick und Bass Luft haben.

M

Makeup Gain Mixing · 1
Der Ausgleichsregler am Kompressor: Was oben abgeschnitten wurde, wird hier insgesamt wieder angehoben. Ohne Makeup Gain klingt Kompression erst mal einfach nur leiser.
Mastering Mastering · 1
Der letzte Schritt: Aus dem fertigen Mix wird das Master, das überall gleich gut klingt. Lautheit, Übersetzung, Reihenfolge. Der Name kommt vom Master, der Vorlage zum Pressen.
Mikrofonwahl Recording · 1
Kondensator für Detail und Luft, dynamisch für Druck und laute Quellen, Bändchen für Wärme. Welches Mikro passt, hängt von Stimme, Raum und Song ab.
Mono-Check Mixing · 1
Den Mix in Mono abhören zeigt, was sich gegenseitig auslöscht. Handys, Clubsysteme und Bluetooth-Boxen spielen oft mono, deshalb muss ein Mix beides können.

P

Phase Mixing · 1
Treffen zwei Versionen desselben Signals zeitversetzt aufeinander, löschen sie sich teilweise aus: dünner Sound, fehlender Bass. Passiert bei zwei Mikros auf einer Quelle und bei breiten Stereo-Effekten.
Platz im Mix Mixing · 1
Ein Mix klingt groß, wenn jedes Element seinen Bereich hat, nicht wenn alles laut ist. Platz entsteht durch Wegnehmen: EQ, Low Cut, Panning, Arrangement.
Proximity-Effekt Recording · 1
Je näher man an ein Richtmikrofon geht, desto mehr Bass. 5 cm klingen fett und mulmig, 15 cm natürlich. Der Abstand ist ein Klangregler.

R

Ratio Mixing · 1
Das Verhältnis, mit dem der Kompressor über dem Threshold absenkt. 4:1 heißt: Aus 4 dB über der Schwelle wird 1 dB. Ab etwa 10:1 spricht man von Limiting.
Referenztrack Mixing · 1
Ein fertiger Track, den du neben deinen Mix legst, um Balance, Tiefe und Bass zu vergleichen. Funktioniert nur bei gleicher Lautheit.
Reverb Mixing · 2
Künstlicher Raum: Der Reverb simuliert Reflexionen und gibt einem trockenen Signal Tiefe. Zu viel davon verwischt alles, deshalb läuft er meist auf einem Bus, nicht auf jeder Spur.

S

Samplerate Studio & Technik · 1
Wie oft pro Sekunde ein Signal gemessen wird. 44.100 Hz hat die CD festgelegt, aus einer Rechnung mit Videorekordern. Studios arbeiten heute oft mit 48 oder 96 kHz.
Send & Bus Mixing · 1
Statt auf jede Spur einen eigenen Reverb zu legen, schickt man per Send Anteile in einen gemeinsamen Bus mit einem Reverb. Alle landen im selben Raum, der Mix hält zusammen, und ein EQ vor dem Hall räumt ihn auf.

T

Threshold Mixing · 1
Der Pegel, ab dem der Kompressor eingreift. Alles darunter bleibt, wie es ist; alles darüber wird nach dem Ratio-Verhältnis abgeschwächt.
TR-808 Sound Design · 1
Rolands Drum-Machine von 1980, zu ihrer Zeit ein Flop, heute in jedem Trap- und Hip-Hop-Track. Der lange, tiefe Kick-Sound ist seitdem einfach „die 808".

V

Vocal-Mix Mixing · 1
Die Kette für eine Stimme im Mix: EQ, Kompression, De-Esser, Reverb, Delay. Ziel ist, dass die Vocals vorne sitzen, ohne zu stechen.
Vocal-Recording Recording · 2
Aufnahme der Stimme: Mikrofonwahl, Abstand, Pegel, Raum. Die meisten Vocal-Probleme im Mix entstehen schon hier.

Das kannst du bei uns lernen.

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